Mit 60 Plus auf den Kronberg – wo Aussicht, Käse und Quöllfrisch zusammengehören
1. und 9. September 2026
Mit Spannung erwarteten die Teilnehmer den Ausflug auf den Kronberg. Die Vorfreude war gross – und wie könnte es anders sein: Auf der A1 Richtung Zürich erwartete uns zuerst einmal der traditionelle Stau. Wir liessen uns die gute Laune nicht verderben und fuhren bei herrlichem Sonnenschein weiter durch das Zürcher Oberland. In Dürnten legten wir im Restaurant Meier im Gartencenter einen ersten Zwischenhalt ein. Bei Kaffee und Gipfeli liess es sich gut in den Tag starten. Wer danach noch nicht wach war, wurde spätestens von der wunderschönen Blumenpracht geweckt. Zwischen Blumen, Pflanzen und allerlei Gartenideen hat wohl mancher gleich noch ein kleines Pflänzchen mit nach Hause genommen.
Weiter ging die Fahrt über den Rickenpass nach Wattwil. Die Landschaft zeigte sich von ihrer schönsten Seite, leider nur am ersten Ausflugstag, sanfte Hügel, traditionelle Bauernhäuser und kleine Weiler begleiteten uns auf dem Weg Richtung Appenzellerland. In Jakobsbad hiess es dann: Einsteigen bitte! Die Luftseilbahn Jakobsbad–Kronberg, die längste Luftseilbahn im Appenzellerland, brachte uns bequem in Richtung Gipfel. Die Bahn überwindet dabei rund 773 Höhenmeter und bringt uns auf den Kronberg mit seinen 1’663 Metern über Meer. Während die Gondel an Höhe gewann, wurde die Aussicht immer prächtiger. Am 2. Reisetag war das Wetter nicht auf unserer Seite. Regen und Nebel begleitete uns.
Und das Beste daran: Man konnte sich gemütlich zurücklehnen und die Bergwelt geniessen – so macht «Bergsteigen» auch mit 60 Plus richtig Freude! Oben angekommen, erwartete uns ein fantastisches Panorama. Der Kronberg bietet eine beeindruckende Rundsicht über das Appenzellerland und bei guter Sicht weit hinaus bis zum Bodensee und über die Ostschweiz, sogar der Zürichsee konnte im Dunst ausgemacht werden. Da durfte der eine oder andere Fotoapparat (Handy) zeigen, was er kann. Nach so viel Aussicht meldete sich allerdings eine andere wichtige Angelegenheit: der Magen. Beim Appenzeller Mittagessen wurden wir herzlich nach dem Motto «Sönd wöllkomm» empfangen. Auf den Tellern landete ein echter Klassiker: Chäshörnli, wahlweise mit oder ohne Siedwurst, dazu Apfelmus. Einfach, ehrlich und offensichtlich genau nach dem Geschmack unserer Reisegruppe. Es wurde gegessen, diskutiert, gelacht – und wahrscheinlich auch festgestellt, dass Apfelmus zu Käsehörnli erstaunlich gut passt.
Viel Zeit zum Verdauen blieb allerdings nicht. Am Nachmittag ging es weiter nach Appenzell, wo uns eine Stadtführung die besonderen Sehenswürdigkeiten des schmucken Dorfes näherbrachte. Die farbenfrohen Häuser, die gepflegten Fassaden und die ganz eigene Atmosphäre machen Appenzell zu einem Ort, den man nicht einfach nur anschauen, sondern erleben muss. Auf eine humorvolle Art wurde uns die Traditionen und das Leben in Appenzell nähergebracht. Sowie über den wichtigsten politischen Anlass, welcher um 9:00 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Mauritius beginnt erzählt. Um 12:00 Uhr zieht die Regierung mit den Ehrengästen zum Landsgemeindeplatz, bei der die stimmberechtigten Bürger einmal im Jahr unter freiem Himmel über Gesetze und Wahlen abstimmen. Einige nutzten die Gelegenheit und gingen allein oder in kleinen Gruppen auf Entdeckungstour durch das Dorf. Denn Siedwürste, Käse oder Biberli schmecken auch zu Hause. Schliesslich gibt es in Appenzell einiges zu entdecken. Und so durfte natürlich auch ein letztes Quöllfrisch, das bekannte Appenzeller Bier, nicht fehlen. Im wunderschönen Biergarten oder im Hotel Säntis liessen wir den gelungenen Tag gemütlich ausklingen. Ein letzter Schluck, ein letzter Blick zurück – und dann hiess es wieder: ab nach Hause.
Das Appenzellerland hat uns an diesem Tag von seiner schönsten Seite gezeigt: herrliche Landschaften, gelebte Tradition, gutes Essen, herzliche Gastfreundschaft und jede Menge Gelegenheit zum Lachen.
Und eines ist sicher: Die Mitglieder von Verein 60 Plus freuen sich bereits auf die nächste Reise. Denn solange die Aussicht stimmt, das Essen mundet und irgendwo ein Quöllfrisch wartet, ist auch die nächste Reise ein Volltreffer.
Veronika Saxer
Vorstandmitglied







