Chaplin‘s World und Vinorama Lavaux
23. und 29. April 2026
Unsere Reise führte uns zuerst einmal durch den Nebel Richtung Suisse Romande. Es ging zu Chaplin’s World in Corsier-sur-Vevey. Die Aussicht? Überschaubar – die Vorfreude umso grösser.
Nach dem Genuss von Kaffee und dem Gipfeli tauchten wir in die Welt von Charlie Chaplin ein. Ein Kurzfilm eröffnete die Reise in das Leben eines der grössten Filmkünstler aller Zeiten. Mit Respekt und Bewunderung ging man durch die Räume, wo seine Werke liebevoll und hautnah gezeigt wurden. Ein gewagter Blick in die nächste Szene vom Wirken des Charlie liess das Herz pochen. Es war alles so real und es könnte ja sein, dass er wirklich mit Stock, Melone und Schnurrbart vor einem steht. Im Museum verschmelzen Film und Realität: Kulissen, Figuren und Szenen wirken so echt, dass man sich selbst als Teil der Geschichte fühlt.
Die Erinnerungen an die Schwarz-Weiss Filme liess unsere Herzen höherschlagen. Sir Charles Spencer Chaplin Jr. wurde 1889 in London geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Kindheit war geprägt von Not, aber auch von der Bühne. Diese Erfahrungen prägten seinen einzigartigen Humor. In den 1950er-Jahren zog er in die Schweiz nach Corsier-sur-Vevey. Dort fand er mit seiner Familie Ruhe und ein Zuhause. Mit seiner 4. Frau Oona O’Neill und ihren acht Kindern führte er ein ausgefülltes Familienleben.
Ein Spaziergang durch den wunderschönen Park liess uns erahnen, wie die Familie die Zeit draussen verbrachte.
Weiter ging es ins Lavaux Gebiet Man sagt ja, Grösse ist relativ. Mit rund 800 Hektaren ist es das grösste zusammenhängende Weingebiet der Schweiz. Die Region zieht sich entlang des Genfersee, eingerahmt von einer beeindruckenden, etwa 30 Kilometer langen Steinmauer von Lausanne bis Vevey. Insgesamt summiert sich die Mauerlänge der Terrassierung auf rund 450 Kilometer. welche teilweise schon im 11. Jahrhundert von Mönchen erbaut wurden. Mönche! Während andere über das richtige Verhältnis von Arbeit und Freizeit diskutieren, haben diese einfach mal ein halbes Gebirge terrassiert. Respekt. Und vermutlich auch von sehr guter Motivation: Wein. Das Lavaux Gebiet gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Namen wie Epesses, Saint-Saphorin, Dezaley oder Calamin klingen nicht nur schön, sie schmecken auch so. Sie stammen alle aus derselben Traube – Chasselas. Ein weiteres Highlight war der Besuch im Vinorama in Rivaz (oder wie wir es nennen: „unser persönlicher Happy Place“). Dort gab es eine Verkostung – rein zu Bildungszwecken natürlich – begleitet von einem feinen Plättli: Käse, Brot, Wein… irgendwann hatten wir das Gefühl, man sei Teil einer sehr entspannten Dokumentation über Genusskultur. Beim gemütlichen Zusammensein wurde noch das eine oder andere Gläsli Weisswein bestellt und in der gemütlichen Runde getrunken, diskutiert und gelacht. Einige Flaschen fanden auch den Weg in die Keller unserer Reisenden.
Auf der Heimfahrt gab es einen kurzen Stopp in Vevey. Für ein Glacé oder vielleicht das letzte Glas Chasselas. Oder beides! Nach langem Sitzen tat auch ein Spaziergang am Ufer des Lac Léman gut.
Fazit: Kultur, Natur und Wein – und am Ende die leise Hoffnung, dass uns jemand sicher nach Hause chauffiert.” Wir sagen René unserem Chauffeur von Born Reisen, Olten herzlichen Dank. Er brachte uns wie immer wohlbehalten an die Einstiegsorte zurück.
Veronika Saxer
Vorstandmitglied







