Zum Spargelbauer zum Bohrerhof
8. + 12. Mai, 4. Juni 2026
n drei Tagen starteten mehr als 150 gut gelaunte reiselustige Mitglieder zur Spargel-Expedition via Staffelegg in Richtung Zollübergang bei Laufenburg. Kaum über der Grenze, fühlte sich alles ein bisschen nach Ferien an… oder lag das schon an der Vorfreude auf den Spargel?
Die Fahrt durchs Wehratal im südlichen Schwarzwald zeigte sich von seiner schönsten Seite, kurvenreiche Strassen, blühende Felder und Bäume, die sich geschniegelt herausgeputzt hatten – fast so, als hätten sie von unserem Besuch gewusst. Da wurde nicht nur geschaut, sondern auch gestaunt. In Todtmoos legten wir im Restaurant Zimmermann/Bockstaller einen wohlverdienten Zwischenhalt ein. Kaffee und Hörnchen sorgten dafür, dass die Reisegruppe wieder auf Betriebstemperatur kam – wobei einige behaupteten, sie seien bereits vorher in Höchstform gewesen.
Weiter ging’s durchs Münstertal, immer dem grossen Ziel entgegen: dem Markgräflerland und dem traditionsreichen Bohrerhof, der seit Jahrzenten fest in Familienhand ist. Dort angekommen, war schnell klar: Hier dreht sich (fast) alles um den Spargel – und ein kleines Bisschen auch um das, was man dazu trinken kann.
Apropos trinken: Zum Apéro wurde nicht nur Weisswein genippt. Nein, mutige Gaumen wagten sich an den geheimnisvollen „Wurzeltreiber“. Was das ist? Ein feinwürziger Bitter aus Chicorée-Wurzeln, welcher ebenfalls auf dem Bohrerhof angepflanzt wird. Klingt gesund, schmeckt überraschend… sagen wir mal: interessant genug für einen zweiten Schluck. Dann kam der Star des Tages auf den Teller: zarte Spargeln, perfekt gegart und begleitet von einer hausgemachten Sauce Hollandaise, die so gut war, dass man sie am liebsten auch ohne Spargeln gegessen hätte. Dazu in Butter geschwenkte Kartoffeln, Schinken und die original badische Kratzete. Zum süssen Abschluss durften die hofeigenen Erdbeeren glänzen – dekorativ angerichtet mit einem Erdbeerbiskuit und Zartbitter Schockomousse. Dies schmeckte mindestens so lecker, wie sie aussahen.
Gut gesättigt und bestens gelaunt folgte ein Blick hinter die Kulissen in der Produktionshalle. Danach lockte der Hofladen – und plötzlich wurde aus der Reisegruppe eine Einkaufstruppe. Spargel, regionale Spezialitäten und allerlei Hausgemachtes fanden ihren Weg in Taschen und vermutlich auch in das ein oder andere „Das brauch ich eigentlich nicht, aber es sieht so gut aus“.
Die Rückfahrt führte uns über die Badische Weinstrasse zurück Richtung Aarau – begleitet von zufriedenen Gesichtern, vollen Bäuchen und der leisen Hoffnung, dass die Spargel vielleicht doch ein bisschen länger Saison hat. Jedes Jahr beginnt die Spargelzeit je nach Wetterlage Mitte April und am Johannistag, also am 24. Juni, endet die offiziell.
Ein rundum gelungenes Reiseangebot begleitet mit Sonnenschein – am 4. Juni mit Regen, aber auch schön — ging zu Ende. So gelungen, zufriedenen dass wir diese Reise gleich dreimal anbieten durften – und jedes Mal mit einer fröhlichen Gruppe.
Fazit: Alle glücklich, alle satt – und die Vorfreude auf die nächste Spargelfahrt im Jahr 2027 ist bereits jetzt so gross, dass man fast schon wieder Appetit bekommt.
Veronika Saxer
Vorstandmitglied







